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Mi. 12. Sep. 2018 19:30
Rot-Gold Mitgliederversammlung
   

P1070059

Fotos + Text: Voker Bernd
Superbrevet der ARA Berlin Brandenburg!
Freitag 20:00 Uhr: Das erste Superbrevet Berlin-Wien-Berlin ist Geschichte. Es war nicht einfach, viele der nur 60 Starter sind nicht durchgefahren, aber ich habe es geschafft und steige allerdings in Vetschau wo die Wertung der 1200 KM ist mit 1240 Km auf dem Tacho und 82 Stunden Fahrzeit in den Zug, im Ziel -dem Amstel House in Berlin warten bereits ein Glas Wein und meine Familie auf mich.
Viele haben die Streckenverhältnisse (Belag, Steigungen) unterschätzt. Erschwerend noch die Wetterbedingungen: von heißen 30°C ein Temperatursturz um fast 20° mit Unwettern am Freitag und starkem Wind auf dem gesamten Rückweg, während die erste Nacht noch gute 15°C hatte, waren es in der Nacht von Donnerstag auf Freitag nur noch 5,5°C.


Die ganze Strecke führte durch herrliche Natur, allerdings auch durch sehr einsame Landstriche, gerade auf dem Stück durch Tschechien wurde es zum echten Erlebnis wenn eine Tankstelle oder ein kleiner Krämerladen auftauchte. Der Hinweg nach Wien führte immer wieder sehr steile Steigungen von 12% und 15% rauf teilweise über übelste Streckenverhältnisse, selbst um die Kontrolle in Wien „am Cobenzl“ zu erreichen mußte nach 670 Km noch der Kahlenberg in Wien erklommen werden. Bis hier bin ich mit langen ein Stunden Pausen allerdings ohne schlafen durchgefahren.Ich erreiche Wien am Mittwoch genau um Mitternacht, eine Stunde vorher sind mir schon zwei Gruppen entgegen gekommen, die bereits wieder auf dem Weg nach Berlin sind!
In Wien kann ich im Hotel richtig Duschen und gut 4 Stunden Schlafen, am Donnerstag um 7:00 Uhr steige ich wieder auf das Rad, nach genau 45 Stunden ist nun Halbzeit ! Auf meinem Weg aus Wien heraus kommen mir weiterhin vereinzelte Fahrer entgegen die noch auf
dem Weg zum Kontrollpunkt in Wien sind. Heute klettere ich teilweise bei 33°C durch das Tschechische Hochland, jeder Laden der Eis oder Getränke hat wird angefahren, das wird am Ende das Stück wo ich für 200 Km 12 Stunden benötige, am Horizont allerdings droheneden Unwetter Wolken!
In der Nacht Kühlt es dann bis 7,5°C ab, daher mache ich in Kolin zwar gute 2 Stunden Pause zum schlafen ist es mir aber zu kalt und fahre weiter,erreiche bei Sonnenaufgang endlich die 1000 Km auf dem Tacho, ein noch mal motivierender Moment -inzwischen ist es auf 5,5°C abgekühlt.
Der Weg nach Berlin wird nun Begleitet von einzelnen Gewittern mit kräftigen Regen- Attacken, abwechselnd mit Sonnenschein und starken Windböen, es wird allerdings nicht mehr als 10°C warm, so erreiche ich um 20:00 Uhr die Wertung in Vetschau.
So war mein erster Superbrevet ein echtes Abenteuer das ich mit nur wenigen teile, geholfen hat mir offensichtlich die richtige Einschätzung der Strecke -so war die Entscheidung meinen Crosser mit einer Rohloff für die Tour aus zu rüsten ein goldener Griff, ich bin ohne einen Defekt die komplette Strecke durchgefahren,an nicht einer Rampe mußte ich absteigen meine Rohloff hat mich wie ein Uhrwerk durch das Abenteuer getragen, was wieder mal Lust auf „mehr“ gemacht hat!