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Der Hügelmarathon in Prenzlau war mir bis zur Veröffentlichung der Marathon Cup Serie von 2018 bisher nicht bekannt. Also war meine Vermutung, mit einer Handvoll Radlern um 8 Uhr am Start zu stehen und um einen Windschatten Platz kämpfen zu müssen. Aber bestes „goldener Oktober Wetter“ und eine lange Schlange bei der Anmeldung machten mir schon Angst, als Spontanstarter einen offensichtlich begehrten Startplatz zu erhaschen. Der Veranstalter war aber offensichtlich auf die Starteranzahl hervorragend vorbereitet, so dass alle Starter auf den Marathon bis 8 Uhr zahlreich am Start erschienen waren, um bei Sonnenschein und etwas frischen 8 Grad in einen verheißungsvollen Tag zu starten. Offensichtlich hatte sich die Veranstaltung auch bei einem Teil der Nordcup Teilnehmer rumgesprochen, so daß ich auch bekannte Gesichter aus Schleswig-Holstein entdeckte. Nach ein bisschen Warmkurbeln und einer ersten Schrecksekunde bei einer kleineren Karambolage anderer und dem mir entgangenen Stop eines voranfahrenden Unbeteiligten, hatte ich das Glück, mich einer zügig fahrenden Gruppe anschließen zu können. Diese hat mich dann in Windeseile bis zur ersten Kontrolle in Templin geleitet. Nach einer kurzen Pause ging es über eine schicke überdachte Fußgänger Holzbrücke über den vor Ort gelegenen See.

Nach kurzer Zeit hatte mich die flotte Truppe wieder eingeholt aber bis zur nächsten Kontrolle nicht mehr abgeschüttelt. Dort musste ich nach kurzer Stärkung die Gruppe aber ziehen lassen. Hatte mir doch ein Plattfuß die Weiterfahrt erstmal ordentlich verzögert. Ich vermute mal, ich hatte noch Glück im Unglück nur einen Platten zu erleiden angesichts der vielen Radfahrer am Straßenrand und der doch vielen Helfer an der Kontrolle mit ordentlicher Standpumpe. Ab hier fuhr ich dann also größtenteils alleine weiter. Da die schnellen Jungs bereits durch waren und mir die noch vor mir auf der Strecke auftauchenden Radfahrer nur selten mein Tempo fuhren und auch immer weniger wurden. So gelang es mir nun hinter der zweiten Kontrolle einen bereits bekannten Radfahrer von Airbus auf einer windigen Passage einzuholen und bis zur dritten Kontrolle mitzuziehenBei der nächsten Kontrolle gab es dann eine deftige Warmverpflegung um die müden Glieder wieder aufzuraffen. Wieder gestärkt ging es auf die Jagd nach der durch die Reifenpanne verlorenen Zeit. Leider wurden die Mitstreiter auf der Strecke irgendwie nicht mehr bis ich am Horizont ein einsames Trikot von RSC Kattenberg entdeckte. Hier blieb ich bis zur nächsten und auch letzten Kontrolle auf Höhe um gegenseitig abwechselnd etwas Windschutz zu spenden. Dort erwartete uns ein echtes Motivations Team mit Anfeuer Equipment der Tour de France gleich. Um noch unter meiner selbst gesetzten Zeit von 8 Stunden zu bleiben brach zeitnah auf um die letzte Etappe unter die Räder zu nehmen. So allmählich machten sich die Höhenmeter bemerkbar und der Name der Veranstaltung Sinn,bei der letzten Kontrolle wurden andere Radfahrer zur echten Rarität und so fuhr ich die restlichen 24 Kilometer allein, begleitet von einer herrlichen Aussicht auf die Seenlandschaft und den immer wiederkehrenden Hügeln. Alles in allem ein gelungener Abschiedsroller und ein scheinbar nicht mehr ganz so geheimer Tip.