In diesem Jahr stand die geplante Radsportwoche wohl nicht unter einem so guten Stern wie in den letzten Jahren. Gut eine Woche vor dem geplanten Start gab es leider im weiten Umkreis von Aachen eine schlimme Naturkatastrophe, die bei den meisten Teilnehmenden dazu führte, die Hotelbuchung zu stornieren und damit die Radsportwoche komplett ausfallen zu lassen. Übrig blieben letztlich nur zwei aktive Radler, nämlich die beiden Manfreds des Vereins und nur Manfred P. wurde von seiner Frau begleitet. Da sich die Beiden bestens in und um Aachen auskennen, waren wir sehr zuversichtlich, dass wir ein paar schöne Touren finden werden. Diese Zuversicht wurde dann auch mit Traumtouren reichlich belohnt und die katastrophalen Hochwasserschäden haben wir möglichst umfahren. Nur an zwei Stellen (in Kornelimünster und Valkenburg) mussten wir gedanklich einen Moment innehalten und die Urlaubsstimmung ein wenig in den Hintergrund treten lassen. Unsere Touren waren i.d.R. ziemlich kurz, wenn man das mit den Touren der letzten Jahre vergleicht, aber dafür extrem intensiv. Mit unserer Kondidion waren gar keine längeren Touren drin, weil es IMMER bergauf und bergab ging. Die Steigungen waren so unterschiedlich, dass man praktisch nie so richtig in seinen Tritt kam. So haben wir für die Kürze der Strecken reichlich Höhenmeter gesammelt - aber trotzdem war es super schön. Die Landschaft ist einfach umwerfend. Hier ein kurzer Abriss unserer Ausfahrten:

 

Tour 1) Eine Mini-Europareise D-NL-B-NL-D über den Dreiländerpunkt (siehe Bild 04..), den höchsten Berg der Niederlande und durch das Mergelland. Pause beim Gasthof Smidse (NL) der direkt an einer tollen Kurve der Amstel-Gold-Race-Strecke liegt. Wir konnten dort jede Menge Hobby-Rennfahrer beobachten. Da haben wir schon mal auf 50km satte 815 Höhenmeter vorgelegt.

Tour 2) Der Venn-Bahn-Radweg in Richtung Luxemburg. Dieser Radweg, der in seiner Gesamtlänge von ca. 200km in den Hohen Venn und bis nach Luxemburg verläuft, ist mit allerfeinstem Asphaltbelag auf einer ehemaligen Bahntrasse entstanden und bietet schönste Landschaftseindrücke. Das mag unter sportlichen Gesichtspunkten langweilig erscheinen und wir haben dort auch die wenigsten Höhenmeter erklommen, aber das waren eindeutig die härtesten! Vom ehemaligen Venn-Bahn-Bahnhof ging es für uns etwa 25KM ganz leicht bergauf - nur 1 - 1,5%. Als Bonus gab es dazu auf der ganzen Strecke einen SEHR kräftigen Gegenwind, der schlimmer wurde, je höher wir kamen. Was wir tatsächlich geleistet haben, haben wir auf dem Rückweg erfahren, da ging es dann mit 30 - 40 km/h richtig gut voran. 65km / 416 Höhenmeter.

Tour 3) fiel aus, statt dessen wurde gewandert. Wir hatten der Wettervohersage geglaubt, die uns ein ganz mieses Karma vorgaukelte. Es blieb aber schön und das Laufen im Wald hat uns auch ganz gut getan, zumal wir eine probate Führerin in Form einer Freundin von Simone hatten.

Tour 4) ging über Valkenburg und den Cauberg (12% - Ziel des Amstel-Gold-Race) nach Maastricht. 82km - 651 Höhenmeter

Tour 5) kreuz und quer durch das Belgische Grenzgebiet 50km - 616HM

Tour 6) Abschlusstour durch das Mergelland bei allerfeinstem Wetter und Pausenkaffe wieder bei Smidse mit dem besten Kuchen weit und breit und Zusammentreffen mit Simone und ihrer Freundin (Bild 11...). Auch hier wieder: Kein Meter ebenes Gelände, so dass auf 50km zum Schluss noch einmal 720 Höhenmeter zusammen kamen.

Da wir keinen Unfall und außer einem Reifenplatzer (100m vor einem Fahrradgeschäft!) keine technischen Probleme hatten, können wir nur eins sagen: SCHÖN war´s!

Die beiden RSC-Mannis

   

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