Die ersten Marathons, ein kleiner Erfahrungsbericht.

Nachdem ich Ende 2020 von kurzen Radstrecken auf längere Strecken um steigen wollte, (da dachte ich noch, dass alles was über 120 km lang ist schon eine Langstrecke ist) habe ich den Kontakt zu Rot Gold gesucht und bin auf Volker gestoßen.
Wir haben uns zum Rad fahren getroffen und direkt bei der ersten Ausfahrt habe ich gelernt, das "wir fahren mal ne kleine Runde" für jeden etwas anderes bedeutet. Meine Idee waren ca. 50 Km, oder so ähnlich. Also eine kleine Trinkflasche, nichts zu essen, kein Geld (wiegt ja alles was :) und los gehts.

Obwohl ich mich nicht besonders gut auskenne, war mir spätestens nach 70 km und einer Tankstelle in Otterstedt klar, dass meine kleine Runde ein anderes Maß hatte als Volkers. Lange Rede, es war eine tolle erste Tour, ich habe die Vorzüge von Tankstellen kennen gelernt und wollte gerne mehr. Volkers Idee den Nord Cup mit zu fahren fand ich absurd. Anderseits dachte ich, so schlimm können 200 km auch nicht sein. Also ging es am 08.Mai zum ersten Marathon. Eine Freundin habe ich noch überzeugen können und so haben Ulrike, Robert und Volker uns beiden "Newbies" , also Judith und mich (Susanne) mit nach Husum genommen zum ersten Marathon. Am Morgen um 5 Uhr aufstehen, Brote schmieren, Riegel einpacken, Bananen in die Trikottaschen und los ging es Richtung Norden.
Judith und ich waren total aufgeregt und waren nicht sicher, ob wir es gut schaffen. Eher haben wir damit gerechnet, dass wir spätestens nach 150 Km zusammen brechen. Doch was soll ich sagen, es hat so viel Spaß gemacht, wir hatten tolles Wetter, die Strecke war wunderschön, es wurde geschnackt, gelacht und pausiert. Es gab immer etwas Interessantes zu sehen und so gingen die ersten 160 Km schnell vorbei. Irgendwann kam die Info, dass es jetzt ein bisschen windiger wird und die letzten 40 km an der Küste entlang im Gegenwind gestrampelt werden müssen. Also nochmal ein kurzes Päuschen, die Gummibären Tüte ausgepackt, mit Kribbeln im Magen losgetrampelt und....? Mit unseren "persönlichen" Windschatten fühlte es sich nahezu genauso an wie vorher. Robert und Volker sind vorne gefahren und hätten uns bis zum Parkplatz "geschleppt". Das wollten wir aber nun doch nicht, also Kette rechts, an den Herren vorbei gezogen und vorne gefahren. Und ja, ich weiß, das ist für die Langstreckenfahrer hier im Verein nichts Besonderes, aber wir haben uns gefreut nach so vielen Kilometern locker vorne zu fahren zu können, das erste Mal so eine lange Strecke zu schaffen und das Ganze auch noch relativ entspannt. Zum Schluss hin haben wir das Tempo noch anziehen können und sind grinsend von einer bis zur nächsten Wange am Auto angekommen. Für uns war der erste Marathon eine besondere Erfahrung und unser zufriedenes und entspanntes Lachen hatten wir noch lange auf dem Gesicht.

Susanne

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